Die beiden
Radiokünstler
Jocelyn Robert (Quebec) und Laetitia Sonami (Los Angeles)
vervollständigen mit einer neuen Arbeit fürs
Ö1 Kunstradio eine
Werktrilogie, die sich mit dem Konzept der Silhouette befasst. Die
Silhouette eines Gegenstands kann unschwer ausgemacht werden
– was sind
aber die Konturen von Film, Text und Stadt?
Der
dritte Teil,
„The Empire of the Butterflies“, ist der Stadt
gewidmet, exemplarisch
ist das Wien. Die Silhouette der Stadt fanden die beiden
Künstler in
ihrer Klanglandschaft. Ihr Stück ist ein Selbstportrait zweier
in einer
fremden Stadt verlorenen Künstler geworden.
 Laetitia Sonami und Jocelyn
Robert über den Arbeit mit Sound in einer
fremden Stadt
“Wir
haben uns schnell darauf geeinigt, ehrlich zu sein. Weder
können
wir so tun, als kennen wir die Stadt gut und als wären wir
keine
Touristen, noch sind wir Touristen, da wir uns keine
Sehenswürdigkeiten anschauen und einen ganz anderen Auftrag
hier
haben. Dieser lautet: die Stadt auf ihr Potential für
Hörräume zu erkunden. Das haben freilich
schon viele
Leute vor uns gemacht, angefangen mit Murray Schaeffer. Viele Fragen
tun sich auf. Sucht man Signaltöne, charakteristische
Klänge?
Was sind diese in einer Großstadt, wo es keine kollektive,
sondern eine höchst indivdualisierte Hörerfahrung
gibt? In
kleinen Orten wissen die Menschen genau, wie es um 6 Uhr morgens klingt
– in Großstädten beschränkt sich
diese Erfahrung
sehr auf die eigene Umgebung. Dass wir in dieser Stadt fremd
waren
und aus dieser Position heraus die Aufnahmen machten, gestaltete die
Sache auch einfacher, denn wir mussten nicht andere
Hörerfahrungen
einbeziehen, als diejenigen, die wir genau hier und jetzt
machten.”
Links:
Teil 1:
Le Crachecophage Teil
2: Les Scaphandres
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