Im wesentlichen handelt es sich hier um die "aufregendste" Station des Medien Cafés. Grundvoraussetzung dafür wird es sein, möglichst viele Jugendgästehäuser für eine derartige Ausstattung gewinnen zu können.
Diese Station dient zum persönlichen Kennenlernen, zur spontanen Kommunikation, zum interaktiven Spiel zwischen Jugendlichen in verschiedenen Städten.
Da Online Kommunikation unweigerlich mit Telefongebühren verbunden ist, sind eigene Magnetstreifen-Wertkarten, sogenannte Online-Checks geplant, die in allen Medien Cafés Gültigkeit besitzen, und zugleich als "Werbeträger" für die Idee der Medien Cafés fungieren.
Neben der Möglichkeit Textbotschaften über die Computertastatur auszutauschen, sind Anschlüsse für eine Videocamera ein Grafiktablett und einen Handy-Scanner vorgesehen, sodaß auch Grafiken und Bilder in Echtzeit verschickt werden können.
Als Ausgabegeräte stehen dementsprechend ein Videomonitor (ev. Großbildschirm), ein herkömmlicher Grafik-,Textdrucker sowie, optional ein Videoprinter zur direkten Ausgabe der empfangenen Daten zur Verfügung.
Für die Verbindung mit anderen Stationen werden die Botschaften (Texte, Zeichnungen, Bilder, Sprache), vom Computer aufbereitet (Datenkompression) und mittels Modem über die normale Telefonleitung verschickt. Die Sprechverbindung wird gewöhnlich über Telefonhörer oder auch über Freisprecheinrichtung hergestellt.
Als Basis der Ausstattung stellt das Infocenter eine wichtige Serviceeinrichtung für die reisenden Jugendlichen dar. Über ein Computerterminal kann ein breites Informationsangebot über alle an das Netzwerk angeschlossenen Städte abgerufen werden. Buchungen und Reservierungen in anderen Jugendgästehäusern sind ebenso möglich, wie z.B. ein rascher Überblick über die Bestände der hauseigenen Videothek.
Ein integrierter Teletext, Btx-Dekoder ermöglicht den Zugriff auf aktuelle Nachrichten, lokal wie international. Informationen über Veranstaltungen können zum Großteil über diese Quelle bezogen werden.
Über ein CD-Rom Laufwerk können multimediale Präsentationen (Fremdenführer, Stadtpläne), Nachschlagewerke (vom Telefonbuch bis zu div. Lexika) oder auch Infotainment-Pakete (vom Computerspiel bis zu Schulungs- und Lernprogrammen) angeboten werden.
Die Modemanbindung erschließt sämtliche Datenbestände anderer Jugendgästehäuser, bzw. erlaubt es, mit diesen Verbindung aufzunehmen, Vorbestellungen zu tätigen, Nachrichten zu versenden etc. Über das Netzwerk, kann man sich so schon vor der Ankunft über die Angebote des nächsten Zieles informieren, oder sich einfach in internationalen Netzwerken herumtreiben.
Lokale, bzw. kurzlebige Datenbestände sind auf der Festplatte des Computers gespeichert und stehen so jederzeit zur Verfügung. Vor Ort wie aus der Ferne über das Modem. Diskussionsrunden und Newsletters für bestimmte Interessensgruppen können angeboten,und aktiv mitgestaltet werden. Mittels Drucker können interessante Daten für den persönlichen Gebrauch sofort festgehalten werden.
Der Datenaustausch zwischen den Jugendgästehäusern kann kostengünstig über vorhandene Netzwerke abgewickelt werden, ein ständiger Informationsgleichstand ist somit gewährleistet.
Die Gestaltung der Präsentations-Oberfläche, also die Schnittstelle hin zum elektronischen Netzwerk orientiert sich am Modell der offen kommunikativen Kaffeehausatmosphäre. D.h. die Teilnahme am Netzwerk-Geschehen soll für Einzelpersonen genauso wie für mehrere gleichzeitig möglich sein, und ein einfacher Einstieg durch eine selbsterklärende Benutzerführung gewährleistet.
Neben Einzelplätzen zur intensiven Auseinandersetzung mit dem Angebot, sollte vor allem die Online-Kommunikations-Station als Mehrplatzsystem konzipiert sein. Darüber hinaus sind reine Display-Stationen für den der erstmal nur zusehen will eine wichtige Einstiegshilfe.
Die Geräte werden, unter Berücksichtigung der daraus erwachsenden Probleme, in das Mobilar des Cafés integriert und sollen im Rahmen des Gesamtprojektes gemeinsam mit den Lehrlingen einiger Grazer Lehrwerkstätten gebaut werden.